Über Mich

Dies wäre ja keine richtige Homepage wenn es keine "Über mich"-Kategorie gäbe. Wie könnte ich auch nur auf die Idee kommen, mit der ältesten Tradition des WWW zu brechen? Also: Get ready for some boredom!

Friedrichshafen, Schlosskirche bei Sonnenuntergang

Vor über 30 Jahren wurde ich in Friedrichshafen am Bodensee geboren, wo ich dann auch die ersten 21 Jahre meines Lebens verbracht habe. Zu den Highlights meiner Zeit in Friedrichshafen gehören sicherlich meine zwei Legislaturperioden als Jugendrat, wobei ich dort insbesondere als Experte für Radverkehrsfragen mein Unwesen trieb.

Ich war -- glaube ich -- schon immer unglaublich neugierig. Meine Eltern können noch heute ein Lied von meiner Fragerei als Kleinkind singen -- "Detta Bundesstrasse? Wieso?". Auch zeigte sich schon früh meine wissenschaftlich Neugier -- zumindest in Selbstversuchen zum freien Fall aus Einkaufs- und Kinderwägen. Nach Grundschule und ausgedehnten Baumaßnahmen an einem nahegelegenen Bach (für die Experten: Rotach) verbrachte ich dann neun Jahre am Graf-Zeppelin-Gymnasium. Im Laufe der Jahre entwickelte ich mich dort zu einem der Oberchemienerds und nahm 1998 an der Chemieolympiade teil. Nach dem Abitur und Sklav.. äh Zivildienst ging ich dann nach Übersee -- nach Konstanz eben (man soll ja immer klein Anfangen). Dort studierte ich dann von Oktober 2000 bis Januar 2007 Physik. Nach sechs Semester entschied ich dann, dass 20 Kilometer Wasser zwischen mir und meiner Heimatstadt nicht genug waren und ging für ein Jahr als Austauschstudent an die University of Western Ontario nach London, Ontario. Dort verbrachte ich spannende 10 Monate mit Physik und dem erlernen elementarer kanadischer Kulturtechniken -- Kanu- und Hundeschlittenfahren sowie einigen theoretischen Forschungen zum Thema "Eishockey ist ein klasse Sport". 2006 mutierte ich dann zum Quantentransporter und werkelte an meiner Diplomarbeit. Tja, jetzt habe ich zwar ein Diplom aber hänge immer noch an Unis rum: Seit Juni 2007 bin ich Doktorand (offiziell "Junior Scientist", hört sich auch viel besser an) in den Niederlanden, genauer am Kavli Institute of Nanoscience der TU Delft.

Nach Rob Fleming in Nick Hornby's "High Fidelity" ist man ja kein ernstzunehmender Mensch, wenn man keine 500 Platten (Jazz und sonstiges Gedöns nicht mitgerechnet) besitzt. Nach diesem Kriterium bin ich hochgradig nicht ernstzunehmend, da meine Plattensammlugn sowohl in Quantität als auch Qualität total versagt. Nichtsdestotrotz, meine vier CDs für die einsame Insel wären 1) Nils Petter Molvaer "Streamer" 2) Jimi Hendrix "Band of Gypsies" 3) Marcus Miller "Silver Rain" 4) Stevie Wonder "Songs in the Key of Life" Könnte ich noch mehr CDs mit auf die Insel nehmen, so würde ich auf jeden Fall noch etwas von Björk, Eric Clapton, John Lee Hooker und Bob Dylan einpacken.

Viel wichtiger noch als Musik ist für mich jedoch Lesen. Eigentlich lese ich immer irgendetwas, zur Not auch Telefonbücher und Bedienungsanleitungen... Halt, so schlimm ist es dann doch noch nicht. Aber ein gewisses Suchtverhalten in Sachen Bücher kann ich nicht leugnen. Zu meinen Lieblingsbüchern gehören Nick Hornby's "High Fidelity" und "Fever Pitch", alles (ohne Einschränkung) von Douglas Adams sowie "Am kürzeren Ende der Sonnenallee" von Thomas Brussig.

Eine meiner frühesten Kindheitserinnerungen ist, wie mich mein Onkel, Georg, auf dem Kindersitz auf einen "kurzen" Radausflug nach Waldburg (ca. 30 km von Friedrichshafen entfernt) mitgenommen hat. Wer die Strecke nach Waldburg kennt, weiss dass dies nicht gerade die flachste Strecke ist. Um so größer muß dann unsere Enttäuschung gewesen sein, dass wir uns gerade einen Montag ausgesucht hatten und die Burg geschlossen war. Nichtsdestotrotz muss diese Erfahrung mich mit dem Radfahrvirus infiziert haben. Wenn ich also nicht gerade am Forschen/Lesen/Doofrumhängen bin, dann setze ich mich hin- und wieder auf mein Rennrad und düse durch die Gegend. Wobei ich jedoch sagen muss, dass das sehr Jahreszeitabhängig ist. Im Winter läuft praktisch nichts mit Rennradfahren, im Sommer dafür umso mehr. Das Radfahren bringt dann noch ein Interesse an "Angewandter Geographie" mit sich, mit anderen Worten: Wohin könnte man den nächsten Urlaub radeln. Zu meinen größeren Radtouren gehören ein paar Alpenüberquerungen, eine Bodensee-Westschweiz-Loire-Provence Radtour sowie drei Wochen auf dem Rad durch Schottland. Mehr (Tor)touren sind auf jeden Fall geplant.